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Chef im Kopf

Wie reden Sie eigentlich mit Ihrem Hirn, wenn es mal wieder bockt? 
Wir kennen das aus der Kundengewinnung und vielen anderen Lebensbereichen: wir haben uns fest vorgenommen etwas zu tun – und dann stellt sich etwas in uns quer. Ein Teil von uns will telefonische Kaltakquise machen, aber dann ist da diese innere Stimme, die beispielsweise sagt: Ich will da nicht anrufen, ich stör doch nur. Ich will mich nicht aufdrängen. Ich hab Angst, dass er „nein“ sagt. Ich will keine fremden Leute ansprechen. Ich bin doch gar nicht gut genug – andere sind viel besser. Ich will mich nicht verkaufen müssen und, und, und. Manche Menschen schnauzen sich dann geradezu an: Stell dich nicht so an, so schlimm ist das doch nicht. Los mach jetzt.

 

Oder sie verurteilen sich: 

Was bin ich doch für ein Feigling. Ich tauge zu so etwas nicht. Das bekomme ich einfach nicht hin.

Oder sie versuchen es mit Belohnungen:

Wenn du das jetzt machst, bekommst du nachher etwas Schönes – Geld, Kuchen, ein Schaumbad. 

Um einen inneren Schweinehund zur Kooperation zu bringen, mag das gehen, aber liebevoll ist es nicht. Und es ändert auch nur im Moment etwas, nicht nachhaltig.

Deshalb müssen andere Strategien ran. Damit Sie die richtig anwenden, müssen Sie aber eins wissen: Gefühle und Selbstsabotage-Gedanken haben immer einen Grund. Sie sind also das logische Ergebnis von einem oder mehreren Verursachern. Und wenn Sie bei denen ansetzen, bekommen Sie die Probleme auch in den Griff. Entscheidend ist es also, die Einwände des Hirns ernst zu nehmen und es mal nach den Gründen zu fragen: „Du Hirn, warum denkst oder fühlst du denn so?“ „Woher kommt das?“ „Was hat dich denn geprägt, dass du jetzt so reagierst?“

 

Beispiele:

1. Ein Strukturvertriebler verkauft wunderbar an Menschen, die er kennt, bekommt aber geradezu Panikattacken, wenn er fremde Menschen ansprechen soll. Die Ursache dafür haben wir gemeinsam in seiner Kindheit gefunden. Als kleiner Junge grüßte er immer alle fröhlich auf dem Dorfe, wo er lebte. Dann mit 5-6 Jahren fuhr er mit den Eltern in die Stadt, grüßte wieder alle – und wurde vom Vater angepfiffen, er solle das lassen, so etwas tue man nicht. Zack, die Konditionierung saß – und blieb, bis wir sie 30 Jahre später wieder beseitigten.

2. Ein Unternehmensberater wirkt bei der Neukundengewinnung immer so steif und freudlos, dass die Kunden einfach nicht anbeißen. Ursache sind die Werte und Überzeugungen, die er von seinen   Eltern übernommen hat, einem lustfeindlichen, freudlosen Lehrerehepaar.


3. Wenn in der Kindheit persönlicher Wert oder Liebe an Leistung gekoppelt war, bekommt bei der Kundenakquise jedes „nein“ eine solche persönliche Bedeutung, dass man sich entweder um Kundenakquise herumdrückt oder dabei mehr leidet als nötig. 


4. Gehörte es zu den elementaren Werten im Elternhaus, zurückhaltend und bescheiden zu sein, kann sich das bei der Kundengewinnung als Befürchtung zu stören oder aufdringlich zu sein, äußern. 

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, denn sowohl die möglichen Probleme in diesem Bereich als auch ihre Ursachen sind endlos und bei jedem Menschen völlig individuell. Deshalb mein erster Tipp: Suchen Sie nicht nach Pauschallösungen, sondern finden Sie Ihre ganz eigene, maßgeschneiderte Strategie. 

Wie tun Sie das? 

1. Hören Sie sich genau zu, nehmen Sie präzise wahr was Sie fühlen. 


2. Schreiben Sie es auf und bestimmen Sie den Grad des Problems auf einer 10-er Skala.


3. Betreiben Sie Ursachenforschung.  Am besten stellen Sie sich Fragen wie: 

Woran erinnert mich das? 

Wann habe ich das schon mal erlebt/gefühlt?

Wie alt war ich da? Wie alt fühle ich mich in bestimmten Situationen?

Was sind prägende Sätze, die ich immer wieder gehört habe?

Welche emotionsgeladenen Erfahrungen fallen mir spontan in dem Zusammenhang ein?

Gab es Vorbilder, die mich dahingehend geprägt und mir ihre Überzeugungen vermittelt haben?


4. Decken Sie Widerstände gegen die Veränderung auf. 


5. Beseitigen Sie die Konditionierung an der Wurzel, z.B. mit (S)HE, EFT, Wingwave oder einer anderen passenden Methode

 

Über (S)HE: 

Kombiniert eine tiefenwirksame Anti-Virensoftware für das Hirn mit hypnoseähnlichen Handlungsanweisungen

Wie funktioniert das? Programm durch lautes Lesen eines Textes im Unterbewusstsein verankern und mit selbstgewähltem Schlüsselwort codieren.

 

Dem Hirn Anweisungen geben, was es bearbeiten soll oder sich auf das störende Gefühl konzentrieren und das Schlüsselwort nennen. 

Bei kleinen „ich mag gerade nicht“-Quertreibern reichen beim Einsatz von (S)HE übrigens drei, vier Befehle ans Innerste, die Unlust zu beseitigen und durch hohe Motivation zu beseitigen.

Die Prinzipien der Sprachmuster:

- Stufenweiser Prozess vom problemhaften zu positiven Zustand

- Kleine Schritte

- Mögliche Widerstände berücksichtigen

 

Das Gute daran: Bei dieser sanften, einfühlsamen und verständnisvollen Ansprache ist das Hirn gerne bereit sich zu verändern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nette Gespräche mit Ihrem Hirn. Vielen Dank.